Die Symbolfigur der 1. Wexhainer Narrenzunft ist die „Wilde Wefzg“. Der Ortsneckname der Wetzgauer ist „Wefzg“ (Wespe), somit liegt es nahe, dass die Wefzg auch zur Symbolfigur der Narrenzunft wurde. Woher der Ortsneckname kommt, ist allerdings bisher noch nicht bekannt. Wir begeben uns aber auch weiterhin auf Spurensuche…

In Zaum gehalten wird die Wilde Wefzg von der Wespenwache. Die Wache symbolisiert die Stadt Schwäbisch Gmünd, zu der Wetzgau eingemeindet wurde. Das eigenständige Wetzgau unter der Führung Gmünds. Klar, dass diese Tatsache nicht von allen so leicht hingenommen wurde. Das die Wetzgauer umtriebig und wild sind, zeigte sich bereits 1780. Der Wetzgauer Pfarrer (1769-1803) schreibt in einer Beschreibung seiner Gemeinde zusammenfassend: „Wetzgavienses indignationis et irae indigni“ – Die Wetzgauer sind es nicht wert, dass man sich über sie ärgert und ihnen zürnt. (Quelle: „Heimatgeschichte Rehnenhof-Wetzgau“, Walter G. Wentenschuh, 2016).

Maskenentwurf von Maskenschnitzer Frank Kühfuß aus Grobettlingen

Die „Wilde Wefzg“ ist als Narrenfigur in der schwäbisch-allemanischen Fasnet einzigartig und einmalig. Kein anderer Verein hat das meist unbeliebte Insekt zur Narrenfigur gemacht. Die Besonderheit liegt aber auch in der Ausarbeitung der Larve. Eine Kombination aus den Merkmalen einer Wespe und menschlicher Gesichtszügen. Viel experimentiert hat Maskenschnitzer Frank Kühfuß, um die perfekte Wefzg zu zaubern.

Die Wilde Wefzg in Aktion

Wie entstand aus einem schweren Holzblock die Wilde Wefzg? Die Auflösung gibts im Video: